NOx-Sensorik-Netzwerk für mobile Arbeitsmaschinen

Mobile Arbeitsmaschinen mit großen Dieselmotoren müssen seit Einführung der aktuellen Emissionsstufe 4 deutlich verschärfte Grenzwerte für Stickoxide (NOx) einhalten.

Die Einhaltung der Grenzwerte wird herkömmlich am Motorenprüfstand in entsprechenden Prüfzyklen ermittelt. Die Frage ist, ob  die geforderten Emissionsminderungen auch im realen Einsatzfall der Maschine eingehalten werden.  Die außerhalb der Labore etablierte Messtechnik zum Nachweis gerade auch geringer Schadstoffemissionen ist umstritten.  Ein nicht zu vernachlässigender Punkt ist dabei die Querempfindlichkeit der Sensoren gegenüber solchen Abgasbestandteilen wie Ammoniak. Querempfindlichkeiten können die Messungen des Stickoxidausstoßes verfälschen. Ammoniak wird bei modernen Abgasnachbehandlungssystemen mit SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) zur Reduktion der Stickoxide am Katalysator benötigt und in Form einer wässrigen Harnstofflösung (AdBlue®) dem Abgas zugefügt.

Die gesetzlichen und politischen Ziele mit der Erreichung geringerer Schadstoffemissionen  sind mit großen Herausforderungen verbunden, die nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit, z.B. im Bereich der Forschung und Entwicklung, bewältigt werden können.

Deshalb haben sich Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen mit verschiedenen Kompetenzen in dem Netzwerk NOx-Arbeitsmobil zusammengeschlossen. Durch Bündelung ihrer Kompetenzen wollen sie, basierend auf einem neuartigen NOx-Sensorprinzip, eine innovative Produkt- und Dienstleistungspalette für mobile Arbeitsmaschinen entwickeln und einen erheblichen Beitrag für eine saubere Umwelt leisten.

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

 

Das Management des Netzwerkes „NOx-Arbeitsmobil“ obliegt im Rahmen des ZIM-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) dem Institut für leichte elektrische Antriebe und Generatoren e. V. (www.ileag.de).